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In unseren Unterrichtsstunden wollen wir weiter gehen als nur die Schrittfolgen und den Takt des Tangos zu vermitteln. Vor allem möchten wir zeigen, dass der Ruf des Tangos, als schwieriger und steifer Gesellschaftstanz ganz und gar nicht der Wahrheit entspricht.
Schon an der Entstehung des Tangos ist dies gut sichtbar. Der Tango entstand, in den armen Einwanderervierteln von Buenos Aires, in denen eine Vielfalt von verschiedenen Nationen aufeinander trafen.
Europäer, Afrikaner, Ureinwohner Amerikas,… Dies machte den Tango zu einem “populären Tanz”, zugänglich für jedermann, egal welchen Alters.
Dies zeigt deutlich, dass es auch heutzutage nicht notwendig ist Talent, tänzerische Vorkenntnisse, oder ein bestimmtes Alter vorzuweisen um Tango lernen zu können
Tango ist ein Paartanz, der sich durch seine eigene Form der Kommunikation zwischen den beiden Tänzern auszeichent. Um die Kommunikation, auch zwischen zwei sich unbekannten Tanzpartnern zu gewährleisten gibt es bestimmte Codes (Regeln), die allgemein geltend sind. Demnach haben wir unseren Unterricht in 3 Phasen eingeteilt.
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Phase (Grund-/Aufbauphase) |
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Während der ersten Unterrichtsstunden arbeiten wir intensiv an der Base des Verstehens und Umsetzens dieser oben genannten Codes - das Markieren und Aufnehmen von Impulsen; - das Gleichgewicht, - die Haltung, - die Umarmung, -die Koordination des Oberkörpers und der Beine. (In diesen Übungen sind schon 2 Schrittfolgen mit eingeschlossen, die beim Tanzen zu den Grundkenntnissen gehören und später nicht einmal mehr von den Schülern als solche „Figuren“ wahrgenommen werden.) Dazu wird noch der Grundschritt -“8-Basico” beigebracht, auf dem der Tango aufbaut und von dem aus Figuren und Sequenzen ermöglicht werden. |
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Phase (Kommunikation in den Tanzsequenzen) |
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In dieser Phase werden wir uns den Schrittfolgen widmen, die den Tanz aufregender machen und ihm mehr Farbe verleihen. Nach dem Vorführen der zu erlernenden Schritte, werden diese von uns für Mann und Frau erklärt (bei sehr unterschiedlichen Bewegungen, wird die Klasse geteilt, sodass Frauen und Männer getrennt lernen) und später, in der praktischen Übungsphase individuell korrigiert. |
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Phase (Kreation und Improvisation) |
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Nun verfügen die Schüler über das Basiswissen des Tangos, was ihnen die Möglichkeit gibt, Sequenzen zu tanzen, die ihnen am besten gefallen, oder eigene Abfolgen zu kreieren, um so nach und nach ihr eigenes Profil als Tanguero/Tanguera zu formen. Wir stellen hierfür den Schülern “freie Figuren“ zur Verfügung, die sie in ihr Repertoi aufnehmen können, jedoch viel Improviationsfreiraum beibehält. Im Verlauf der folgenden Unterrichtsstunden erlernen die Schüler immer mehr ihre eigenen Ideen in ihren Tanz einzubauen. |
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Um den Unterricht für unsere Schüler abwechslungs- und lehreich zu gesalten, setzten wir verschiedenste Techniken ein, wie zum Beispiel: Partnertausch (um die Gewöhnung an nur einen Tanzpartner zu vermeiden), Dynamik/Schwung, Vortanzen eines Paares in der Gruppe um auch das kritische Beobachten unserer Schüler zu schulen.
Unsere Einteilung des Lernprozesses ist keineswegs ein festes unberührbares System. Wir richten uns in der Anwendung immer nach dem individuellen Stand der Gruppe und der einzelnen Schüler, da wir viel Wert darauf legen, dass diese auch genügend Zeit zum Üben haben. Somit machen wir die Geschwindigkeit des Unterrichts viel von den Möglichkeiten unserer Schüler außerhalb des Unterrichts (zu Üben, zu Tanzen und zu Beobachten) abhängig.
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